Arnold Schönberg (1874 - 1951)

Die glückliche Hand (1913)

Drama mit Musik in einem Akt mit vier Bildern

op. 18

Bemerkung: Zur Bedeutung des künstlerischen Stils von Richard Gerstl für Schönberg siehe z.B.: Anette Unger: Schönberg und Gerstl – eine unglückliche Affäre (2016): https://www.br-klassik.de/themen/klassik-entdecken/mathilde-schoenberg-richard-gerstl-affaere-was-heute-geschah-1908-100.html. Zur Bedeutung Kandinskys für Schönbergs "Glückliche Hand" siehe z. B. Matthias Schmidt: "Schönberg beschäftigte sich zur Entstehungszeit von »Erwartung« und »Die glückliche Hand« – als einem Vehikel seines synästhetischen Ausdruckskonzeptes – eindringlich mit den Möglichkeiten der Farbpsychologie, und er entdeckte hierbei Übereinstimmungen mit dem Denken Wassily Kandinskys. Es überrascht daher kaum, dass sein »Drama mit Musik« Gesten, Farben und Licht erklärtermaßen »wie sonst Töne« zu behandeln versuchte, »als Spiel mit den Erscheinungen von Farben und Formen«. Der Komponist wies im Nachhinein selbst auf Entsprechungen zwischen der »Glücklichen Hand« und etwa Kandinskys im »Blauen Reiter« erschienenen Bühnenstück »Der gelbe Klang« hin. Gewisse Gemeinsamkeiten finden sich auch zwischen Kandinskys »Über das Geistige in der Kunst« und Schönbergs Entwürfen für »Die glückliche Hand«: Im Zentrum von Kandinskys Überlegungen steht die Idee eines »inneren Klangs«, welcher der Farbe innewohne, »seelische Vibration« hervorrufe und darin einen »direkten Einfluß auf die Seele« auszuüben vermöge. Ein der »Handlung entspringender seelischer Vorgang [zeige sich] nicht nur durch Gesten und Bewegung und Musik ausgedrückt«, sondern auch durch »Farben und Licht«, mit denen »Musik gemacht« werde, so bemerkte Schönberg 1928." https://schoenberg.at/de/schoenberg/kompositionen/die-glueckliche-hand-op-18. Die Uraufführung fand am 24. Oktober 1924 in der Volksoper Wien statt.

Kunstwerk(e)



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ao. Univ.-Prof. Dr. Monika Fink-Naumann
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